Das zentrale Stylesheet fehlt. Der Inhalt von dist/srq.css muss in WordPress hinterlegt sein — im Customizer unter „Zusätzliches CSS“ oder als Datei im Theme.
Begriffe, die in Angeboten, Lastenheften und Projektbesprechungen vorkommen, erklärt und jeweils mit dem Verweis dorthin, wo sie im Projekt arbeiten. Kaufmännische Begriffe stehen gleichberechtigt neben technischen, weil über virtuelle Inbetriebnahme erfahrungsgemäß in beiden Sprachen entschieden wird.
B
Der Umbau oder die Erweiterung einer laufenden Anlage. Aktuelle Modelldaten fehlen hier meistens, dafür ist jeder Stillstand teuer — das verschiebt den Aufwand vom Modellaufbau auf die Datenbeschaffung und macht die Zeitersparnis am Ende umso größer. Gegenstück ist das Greenfield. Was das kostet →
C
Ein Diversitätsverfahren, bei dem Rechenoperationen zusätzlich in codierter Form ausgeführt werden, sodass verfälschte Ergebnisse erkennbar werden. ISO 26262 erkennt es normativ an. Simulation und Sicherheit →
D
Für Steuerungstests ungeeignet. Ein Modell, das Zustände der realen Anlage abbildet, ohne auf sie zurückzuwirken: Der Datenfluss ist einseitig, von der Anlage zum Modell. Es fehlt die Rückkopplung, die einen Testfall überhaupt auslösen kann. Die Abgrenzung im Überblick →
Ein bidirektional mit dem realen System verbundenes Modell: Zustände lassen sich beobachten und zurückspielen. Es umfasst Geometrie, Kinematik und Verhalten der Geräte und läuft in derselben Zeitbasis wie die Steuerung. Die drei Kopplungstiefen →
E
Der verhaltensgleiche Ersatz eines Geräts oder einer Steuerung: Die Emulation antwortet auf Signale wie das Original, ohne dessen Hardware zu sein. Eine emulierte SPS führt den realen Steuerungscode aus. In der Intralogistik ist der Begriff besonders heikel. Dort testet man häufig das Lagerverwaltungssystem gegen eine emulierte Anlage, und das ist nicht dasselbe wie eine SPS-Inbetriebnahme. Branche Intralogistik →
F
Das Functional Mock-up Interface ist ein offener Standard für den Austausch von Simulationsmodellen; eine FMU ist ein nach diesem Standard verpacktes Modell. Damit koppeln Sie Modelle unterschiedlicher Werkzeuge. Normen und Standards →
G
Eine neu geplante Anlage ohne Altbestand. Die Datenlage ist besser als im Brownfield, weil Geometrie und Elektroplanung ohnehin entstehen; dafür steht kein bestehender Ablauf zur Verfügung, gegen den sich das Modell prüfen ließe. Gegenstück ist das Brownfield. Was das kostet →
Der Nachweis, dass die Anlage im bestimmungsgemäßen Ablauf richtig reagiert: Freigaben in der richtigen Reihenfolge, korrekte Verriegelungen, sauberer Wiederanlauf nach Quittierung. In der klassischen Werksabnahme wird fast ausschließlich der Gutfall abgenommen. Deshalb bleiben Fehler des Schlechtfalls in der Regel bis in den Betrieb unentdeckt. Was in einen Testplan gehört →
H
Der Block der Zuschlagskalkulation aus Material und Fremdleistungen für Montage und Inbetriebnahme, den Fertigungskosten beider sowie den Reisekosten der Monteure. In der Kostenrechnung des Maschinenbauers steht er üblicherweise als eigene, benannte Summenzeile. Das ist die Zeile, die virtuelle Inbetriebnahme senkt, und die einzige Größe, an der sich ihre Wirkung im eigenen ERP nachprüfen lässt. Die Kalkulationszeilen →
Die reale Steuerungshardware hängt am Modell: realer Code auf realer SPS, gekoppelt über den Feldbus, im Zyklus der Anlage. Zeitverhalten unterhalb einer Millisekunde. Die einzige Stufe, die Aussagen über das Timing der realen Steuerung erlaubt, und die den Einwand „nur mit echter Hardware" beantwortet. HiL im Aufbau →
M
Steuerung und Anlage sind beide simuliert; die Logik ist selbst ein Verhaltensmodell. Es läuft kein realer Steuerungscode. MiL prüft Konzept und Abläufe in der Planungsphase; für die Absicherung des ausgelieferten Codes reicht es nicht. Use Case Simulation und Modellaufbau →
Die laufende Gegenüberstellung von geplanten und tatsächlichen Kosten während eines Auftrags. Bei Laufzeiten über das Geschäftsjahr hinaus ist sie die Bewertungsgrundlage für die Bilanzierung. Nach dem Projekt zeigt sie mit eigenen Zahlen, ob die Wirkung auf die zwei Kalkulationszeilen eingetreten ist. Kostenneutralität nachrechnen →
Fünf Tiefen, in denen ein Anlagenmodell beschrieben werden kann: von reiner Geometrie über Kinematik und Geräteverhalten bis zur detaillierten Prozessphysik. Eine virtuelle Inbetriebnahme erfordert mindestens Tiefe III. Darunter lässt sich Steuerungscode nicht prüfen; darüber steigt der Aufwand, ohne den Nachweiswert zu erhöhen. Damit ist die Tiefe der wichtigste Kostentreiber. Die vier Kostentreiber →
O
Eine herstellerunabhängige Protokollfamilie für den industriellen Datenaustausch, genormt als IEC 62541. Genormt ist neben der Übertragung auch die Bedeutung der Daten. MES und Qualitätsdaten am Modell →
P
Eine Kopplungsvariante, bei der der Steuerungscode auf der Zielhardware läuft, aber ohne angeschlossene Peripherie. Der Begriff stammt aus der Fahrzeugentwicklung und taucht gelegentlich in Angeboten auf. Für die Anlagen-Inbetriebnahme sind MiL, SiL und HiL die drei relevanten Stufen. Die drei Stufen im Vergleich →
Die Einordnung eines Vorhabens nach Umfang: Einzelstation oder Teilanlage, Fertigungslinie, werksweite Integration. Jede Klasse trägt eine eigene Preisspanne und eine eigene Modellierungsdauer. Die Klasse beantwortet zwei Fragen auf einmal: ob die Methode zur Anlagengröße passt und in welcher Größenordnung sie liegt. Die drei Projektklassen →
R
Ein Vorgehen, bei dem Regelalgorithmen auf einer Entwicklungsplattform erprobt werden, bevor sie in die Seriensteuerung wandern. Der Begriff stammt aus der Fahrzeugentwicklung und taucht gelegentlich in Angeboten auf. Für die Anlagen-Inbetriebnahme sind MiL, SiL und HiL die drei relevanten Stufen. Die drei Stufen im Vergleich →
S
Das gezielte Provozieren von Fehlerfällen: Not-Halt im Bewegungsablauf, Sensorausfall, klemmendes Ventil, Doppelfehler, Spannungseinbruch. Geprüft wird, ob die Anlage sicher und definiert reagiert. An der realen Anlage will diese Fälle niemand auslösen. Am Modell sind sie reproduzierbar, mit dokumentiertem Ausgangszustand. Der Testplan dazu →
Das Ergebnis der Zuschlagskalkulation nach Herstellkosten, Verwaltung, Vertrieb sowie Wagnis und Gewinn, also die Größe, aus der über Rabatt und Bonus der Zielverkaufspreis entsteht. Jede Veränderung der Herstellkosten vor Ort läuft bis in diese Zeile durch. Die offene Rechnung →
Eine emulierte Steuerung führt den realen Steuerungscode aus und ist über Netzwerk an das Modell gekoppelt. Kein Schaltschrank, keine Hardware, Zeitverhalten im Bereich über zehn Millisekunden. Die Stufe, in der die meiste Arbeit passiert: Hier prüfen Sie den ausgelieferten Code, lange bevor Hardware verfügbar ist. Use Case Engineering →
Eine Eigenschaft der ausgeführten Architektur, nicht des Modells. Die Sicherheitsanforderungsstufen 1 bis 4 nach IEC 61508: Ab SIL 3 sind zwei unabhängige Abarbeitungskanäle gefordert, damit ein einzelner Fehler die Schutzfunktion nicht aufhebt. Die Simulation kann die Logik vorprüfen, den Nachweis führt eine akkreditierte Stelle. Wo der Vortest endet →
V
Das Bundle aus Hardware, Lizenz-Abo, Modellierung und Support, paketiert für den Mittelstand und mit offenen Preisen. Bezahlt wird die Nutzung, nicht die Investition. Wer ein bis zwei Inbetriebnahmen im Jahr hat, erreicht die Schwelle für eigene Kapazität nie. Für den ist Mieten die wirtschaftlichere Form. Mieten statt aufbauen →
Die standardisierte digitale Hülle eines Assets, die seine Daten, Fähigkeiten und Schnittstellen maschinenlesbar beschreibt. Genormt in IEC 63278. IEC 63278 im Normenraster →
Die Werksabnahme am Modell: dieselben Signale, dieselben Testfälle und dasselbe Protokoll wie beim klassischen FAT, online durchgeführt. Zugleich der Punkt, an dem das Modell vom Lieferanten zum Betreiber wechselt. Der vFAT ersetzt keine physische Inspektion und keinen I/O-Check. Er verlagert die Prüfung der Abläufe nach vorn und macht sie wiederholbar. Use Case virtuelle Werksabnahme →
Eine Kopplungsvariante, bei der auch die Steuerungshardware emuliert wird, statt real angeschlossen zu sein. Der Begriff stammt aus der Fahrzeugentwicklung und taucht gelegentlich in Angeboten auf. Für die Anlagen-Inbetriebnahme sind MiL, SiL und HiL die drei relevanten Stufen. Die drei Stufen im Vergleich →
Der Anwendungsfall, in dem realer Steuerungscode gegen ein Modell der Anlage läuft, um Engineering-Fehler des Automatisierungssystems aufzudecken, so formuliert es VDI 4499 Blatt 1. Sie ist kein Werkzeug und kein Modell, sondern eine Tätigkeit. Ohne Testfälle und ohne Protokoll ist eine Anlage nicht virtuell in Betrieb genommen, sondern nur visualisiert. Der VIBN-Prozess →
W
Der Zuschlag in der Angebotskalkulation, der das Risiko des Auftrags und die Gewinnerwartung abdeckt. Es ist die Position, aus der Kostenüberschreitungen in der Inbetriebnahmephase zuerst bezahlt werden. Wer die Streuung der Inbetriebnahmekosten senkt, schützt genau diese Position, nicht nur den Erwartungswert. Was daneben nicht passiert ist →
Der Probelauf einer Prozessanlage mit Wasser statt Produkt, um Abläufe, Ventilstellungen und Reinigungssequenzen zu prüfen, bevor Rohstoff eingesetzt wird. Die Wasserfahrt ist das analoge Vorbild der virtuellen Inbetriebnahme: ein Test ohne Einsatz des teuren Mediums. Am Modell entfällt zusätzlich der Reinigungszyklus. Branche Lebensmittel und Getränke →
Z
Das Standardkalkulationsschema des Maschinenbaus: Der Kalkulator erfasst die Einzelkosten und verteilt die Gemeinkosten über Zuschlagssätze, bis über Herstellkosten und Selbstkostenpreis der Zielverkaufspreis entsteht. Virtuelle Inbetriebnahme wirkt in diesem Schema auf zwei benannte Zeilen gegenläufig: Entwicklungskosten hoch, Herstellkosten vor Ort runter. Die zwei Zeilen im Einzelnen →
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